Gehfilmen
Gehen löst keine Probleme, provoziert allerdings eine andere Geschwindigkeit, andere Widersprüche, einen anderen Blick auf Individuen im Verhältnis zur Architektur, zum Raum. Die Filmemacher Thomas Baumann und Martin Kaltner haben das Gehen zum Genre gemacht, GEHFILME. Oder auch zum Imperativ, wie einer ihrer Titel heißt: GEH! Was auch bedeuten könnte, sich nicht anzustellen - im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Theorie haben sie sich von den psychographischen Stadtwanderungen der Situationisten ausgeborgt. Die Kamera scheint wenig an Befindlichkeit interessiert, die sich von der Haltung der Gehenden ablesen ließe. Bei Baumann und Kaltner geht es eher darum, zu Orten vorzudringen, die für Spaziergänger nicht vorgesehen sind oder aber ausgelatschten Pfaden, eine neue Perspektive abzuringen.
„Für diese Filme gilt: WAS man tut, ist nicht so bedeutsam. Wichtig ist, WIE man es tut.“ CLAUS PHILIPP
Josef Dabernig, Norbert Trummer, Matteo Fraterno u.v.m.
DREHKONZEPT: Thomas Baumann, Martin Kaltner






