Küchengespräche mit Rebellinnen
Vier Frauen erzählen in diesem Film über ihren Widerstand gegen das NS-Regime. Agnes Primocic aus Hallein unterstützte die Flucht von Häftlingen aus dem KZ, sammelte unter großer Gefahr Männerkleider, schmuggelte eine Pistole und organisierte Unterschlupf für die Entkommenen. Johanna Sadolschek-Zala, Slowenin aus Südkärnten, konnte durch ihre List und Ortskenntnis einem Großaufgebot der Gendarmerie und Gestapo entfliehen und schloss sich den PartisanInnen an. Rosl Grossmann-Breuer aus Wien sabotierte in einem Kriegsbetrieb, wurde verhaftet und widerstand
der körperlichen und psychischen Folter durch die Gestapo. Anni Haider erinnert sich an ihre Zeit als Gefangene in Wien und im Zuchthaus Aichach, an die Solidarität unter den Häftlingen und ihre Tagträume in der Einzelzelle. Die wunderbare Art des Erzählens der Frauen, ihre von Mut, Solidarität und Widerstandsgeist geprägte Haltung macht den Film zu einem Dokument der Würde und Unbeugsamkeit.
„Und doch unterschieden sie sich vom Großteil der Bevölkerung, sie sagten nein, wo viele ja schrien, erhoben ihre Hand nicht zum Hitler-Gruß, sondern ballten sie zu Fäusten.“ Lisbeth N. Trallori, EMMA, 7. Juli 1985
Rosl Grossmann-Breuer, Anni Haider, Agnes Primocic, Johanna Sadolschek-Zala






